Um es kurz zu machen, wurde ich in der Schule gemobbt. Zwei Mädchen mit denen ich mich am Anfang eigentlich ganz gut verstanden habe, hatten angefangen schlecht über mich zu reden und plötzlich war ich bei allen unten durch. Von da an war es für mich die Hölle zur Schule zu gehen, ich musste mich jedes mal überwinden hinzugehen, habe die Tage gezählt bis dieser Alptraum überstanden war. Und auch in meiner Gastfamilie lief es nicht gut, sie saßen den ganzen Tag zuhause herum und haben nie etwas mit mir unternommen und sind auch teilweise ohne etwas zu sagen weggefahren. Ich saß selber 2 Monate meiner Zeit nur zuhause herum und wusste nicht was ich machen sollte.
Klar es gab auch tolle und einzigartige Momente, die ich nie vergessen werde. Ich durfte nach Venedig reisen und den Südenfrankreichs entdecken. Aber doch ist dieser bittere Nachgeschmack da. Ich muss lernen zu akzeptieren. Zu akzeptieren, dass es so geschehen ist wie es ist. Aber es fällt mir schwer, verdammt schwer. In den ersten Wochen in denen ich wieder in Deutschland war, habe ich oft geweint, nicht weil ich etwas aus Frankreich vermisst hätte sondern weil ich traurig war, dass alles so war wie es war.....
Oft wenn ich andere Auslandsjahrblogs lese, wird mein Herz schwer weil so viele Dinge erzählt werden, die ich nicht hatte.
Ich muss versuchen mein Halbjahr in Frankreich zu akzeptieren mit allen seinen Macken. Es wird wahrscheinlich noch eine Weile dauern, denn auch wenn es abgedroschen klingt, Zeit heilt manchmal doch alle Wunden.
Im Alltag gibt es oft Momente, die mich zusammenzucken lassen und ich wieder an Frankreich denken muss. Oft werde ich dann sehr traurig.
Den Stoff für dieses Shirt habe ich in einem tollen Nähladen in Nancy gekauft. In Frankreich an Stoff zu kommen ist echt nicht einfach, da die Nähszene dort ist bei weitem nicht so entwickelt wie hier in Deutschland. Eigentlich war der Stoff für jemand anderes bestimmt, aber dann ist es leider doch nicht dazu gekommen und so habe ich mir ein Shirt daraus genäht. Und ich liebe es. Es ist schlicht und doch nicht schlicht und man kann es total toll kombinieren.
Mit meiner Cousine Lena habe ich dann vor über zwei Monaten die Bilder gemacht. Ich bekomme immer wenn wir Fotos zusammen machen vorher eine schöne Frisur und dann ziehen wir los aufs Feld mit der Megakamera ihrers Papas. Die Bilder die dabei entstehen sind soooo tolll*__* Ich hoffe sie kommt bald mal wieder her, damit wir wieder Bilder machen können;)
Bis dann
Eure Elli
PS: Ich bin glücklich, manchmal mehr und manchmal weniger aber alles in allem glücklich:)
Zutaten:
Schnitt: Kimono Tee von Kirsten Denmark
Schnitt: Kimono Tee von Kirsten Denmark
Stoff: Aus einem französischen Stoffladen
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